Die beliebtesten Kanäle zur Verbreitung von Videos

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Dein Unternehmen steht vor der Überlegung, Videos einzusetzen und ihr habt euch auch bereits für geeignete Formate entschieden. Als nächster Schritt ist es wichtig, sich Gedanken darüber zu machen, auf welchen Kanälen die Videos geteilt werden können. 

Dazu ist es wichtig, die eigene Content Strategie auf den Einsatz von Videos zu prüfen und anzupassen. Dadurch kann ermittelt werden, wer die Zielgruppe ist und letztendlich auch, wo diese Menschen online oder offline anzutreffen sind 

Wenn du mehr zur Video Content Strategie wissen möchtest, dann lass uns hier weitermachen! 👇 

Wer ist meine Zielgruppe? 

Mit dieser Fragestellung startet alles. Bevor du in die Produktionsphase startest, solltest du dich mit ihr beschäftigen. Warum – dazu kommen wir gleich.  

Wichtig ist, dass du deine Zielgruppe genau kennst. Daraus kannst du deren Interessen ableiten, aber auch, welche Kanäle sie nutzen. Mit Kanälen meine ich die Wege, auf denen du sie antreffen kannst. 

Das ist, wie bereits angedeutet, auch bei der Produktion wichtig. Denn bestimmte Plattformen stellen unterschiedliche Anforderungen an die dort verbreiteten Videos. Während du auf deiner eigenen Website so ziemlich jedes Format verwenden kannst, gelten auf Social Media oder im Fernsehen andere Anforderungen. Diese gilt es im Hinterkopf zu haben, da sie bei der Umsetzung bestimmte Einstellungen wie Auflösung, Codec oder Videodauer erfordern.   

Verschieden Kanäle für Video Content 

Die verschiedenen Verbreitungswege lassen sich im Groben in online und offline untergliedern. Da Videos immer Bewegt-Darstellungen sind, fallen viele der klassischen Offline-Medien wie Print oder Radio weg. Übrig bleiben eigentlich nur TV sowie animierte Werbebanner. Für beide gelten abhängig vom „Sender“ spezielle Kriterien, die du dort erfragen kannst. Wir befassen und in diesem Artikel aber nicht mit Offline-Videokanälen. Zum einen sind diese vom Budget eher für große Unternehmen interessant und zum anderen lassen sich die Reichweite und Wirkung schlecht tracken 

Es gibt offline und online Videokanäle

Besser sieht es da schon bei der Nutzung von Online-Kanälen aus. Dazu lässt sich das Ganze in die eigene Webpräsenz und in den Bereich Social Media mit seinen verschiedenen Plattformen unterscheiden. 👇 

Die eigene Website 

Auf deiner eigenen Internetseite kannst du, wie eingangs erwähnt, alles Mögliche veröffentlichen. Dadurch sind dir kreativ viele Spielräume offen.  

Ein cooles Beispiel aus jüngerer Vergangenheit ist das „Herrenzimmer“ von Hornbach. Diese Video-Reihe wurde in Kurzform auch im Fernsehen und auf Social Media geteilt, auf der Website findet sich jedoch die komplette Serie in voller Länge inklusiv der dazu passend gestalteten Seiten. 

Die eigene Website kannst du hier nach Lust und Laune auf deinen Content zuschneiden. Sie hat jedoch auch einen entscheidenden Nachteil: Es gibt relativ wenige Zuschauer, da nur wenige Websites wiederholt zur Content-Konsumierung aufgesucht werden. Natürlich besteht immer die Möglichkeit, dass deine Seite über Content Marketing Maßnahmen z.B. in der Google-Suche gefunden wird und das kann auch eines der Ziele deiner Video Content Strategie sein. Allerdings wird deine Reichweite, selbst wenn du über eine bekannte Marke verfügst, vermutlich nie so hoch sein, wie in den sozialen Medien. 

Social Media Kanäle 

Jeder kennt die Vorteile von Social Media. Man kann sich mit anderen vernetzen, liken, kommentieren und teilen. Dabei spielen die oft zitierten Algorithmen den Nutzern die Inhalte zu, die diese sehen wollen.  

Indem du dir bei einer oder mehreren Social Media Plattformen eine Reichweite aufbaust, kannst du also von diesen Mechanismen zur Verbreitung von Content profitieren. Das Beste daran ist, dass die Nutzung im Grunde erstmal kostenlos ist, sofern du nicht bestimmte Werbefunktionen verwenden möchtest. Auch die Analyse deiner Reichweite ist mithilfe der richtigen Tools (teilweise von den Anbietern selbst) ein Kinderspiel. Deswegen sehen wir uns jetzt einige der Anbieter genauer an. 👇 

YouTube 

YouTube ist Googles Videoplattform und hat weltweit monatlich 1,9 Milliarden Nutzer (Quelle: statista.com aus 2019). Das ist eine ganze Menge. Das Netzwerk ist außerdem weltweit die führende Suchmaschine für Videos. Mit einem eigenen Profil kann man auf YouTube Videos hochladen und bekommt mit dem YouTube Studio gleich noch ein ausführliches Analyse-Tool dazu. 

Der Vorteil liegt darin, dass die Videos zeitlich keine Begrenzung haben und man auch längere Videos veröffentlichen kann. Außerdem lassen sich YouTube-Videos leicht an anderer Stelle im Web einbinden. Bis vor kurzem mussten YouTube-Videos im horizontalen Format sein (16:9 und ähnliche Formate), aber mittlerweile kann mit dem Shorts-Feature auch Material im Hochformat hochgeladen werden. 

Sich eine Reichweite auf YouTube aufzubauen, ist vergleichsweise schwierig und benötigt einiges an Zeit und mehrere Videos. Außerdem spielt wie auf anderen Social Media Plattformen auch der Algorithmus eine entscheidende Rolle, wer die Videos letztendlich zu sehen bekommt. Das trifft sowohl auf die eigenen Abonnenten als auch auf Zuschauer zu, die den sog. „Kanal“, also die eigene Präsenz auf YouTube nicht abonniert haben. 

Neben dieser organischen Art seine Videos zu verbreiten kann man aber auch bezahlte Werbemaßnahmen nutzen. Dabei werden die Videos anhand bestimmter Kriterien vor oder während anderer Videos den Nutzern ausgespielt. 

Facebook 

Neben YouTube ist Facebook der Platzhirsch im Social Media Bereich. Auch diese Plattform arbeitet bereits seit 2014 daran, sich mehr auf Videos zu fokussieren – mit Erfolg. Wenn du durch den Feed scrollst – so nennt man bei Facebook die Anzeige relevanter Inhalte – dann wirst du häufig Videos sehen.  

Während du aber YouTube-Clips nach eigenem Gusto gestalten kannst, hat Facebook feste Vorgaben zu Videoformat und auch auf die Geschwindigkeit des Videos sollte man nicht vernachlässigen. Während dem Scrollen durch den Feed werden viele Beiträge nur sehr kurz angesehen, hier bietet es sich also an, dass das eigene Video mit einem Knaller startet. 

Neben diesem Format bietet Facebook seit einiger Zeit auch Stories (inhaltlich gleich mit Instagram Stories) und auch hier kann man bezahlte Werbung schalten. Aufgrund der großen Nutzermenge gehört Facebook definitiv zu den Plattformen, die im Blick behalten werden sollten! 

Instagram 

Instagram gehört zu Facebook und war ursprünglich eine fotozentrierte Plattform. Das hat sich im Laufe der Jahre jedoch geändert. Auch hier können Nutzer eigene Beiträge posten und Inhalte anderer teilen und liken. Von den bisher vorgestellten Plattformen ist Instagram meines Erachtens jedoch am stärksten vom Wohlwollen des Algorithmus abhängig, oftmals zum Leidwesen der Content Creator. 

Als Unternehmen kann man natürlich nicht nur organisch Inhalte teilen, sondern hat auch Zugriff auf bezahlte Marketing-Maßnahmen. Da Instagram zu Facebook gehört kann man beide Plattformen praktischerweise über Facebooks Werbeanzeigenmanager verwalten. 

Inhaltlich unterscheidet Instagram in normale Posts, dies können Fotos, Grafiken oder Videos sein, und in Stories. Bei Stories handelt es sich um Videos oder Fotos im Hochformat. Häufig werden diese als eine Art Vlog (Videotagebuch) aufgenommen, bei denen der Content Ersteller direkt in die Kamera spricht und den Inhalt dann unbearbeitet sofort hochlädt. Allerdings sind auch geplanter und höher produzierter Content und das Schalten von Anzeigen im Stories-Bereich möglich. Ein Beispiel für durchaus gelungene Nutzung von Instagram Stories ist der Kanal von Erlich Textil. 

Pinterest 

Pinterest ist, wie ehemals Instagram, ein eher fotobasiertes Netzwerk. Allerdings wird auch hier viel mit dem Video-Feature experimentiert. Auf Pinterest können Nutzer interessante Inhalte auf sogenannten „Boards“ pinnen, eine Art virtuelle Pinnwand. Oftmals wird die Plattform für die Anlage von Moodboards oder thematisch relevanten Inhalten für die Nutzer verwendet.  

Dadurch bietet sich hier für Unternehmen ein wirklich guter Ansatzpunkt, um eigene Inhalte einer entsprechenden Zielgruppe auszuspielen oder sich selbst als relevante Verbreiter von Inhalten zu betätigen. Nutzer können bestimmten Pinnwänden oder anderen Nutzern selbst folgen und bekommen dann deren Inhalte ausgespielt. 

TikTok 

TikTok ist die neuste „coole“ Social Media Plattform mit über einer Milliarde Nutzern, mehr als 5 Millionen davon in Deutschland (Quelle: HubSpot.de aus Juni 2020). Etwa zwei Drittel der Nutzer sind unter 30, allerdings liegt die Nutzergruppe hier vor allem im Bereich 13 – 18 Jährige. Wenn das deine Zielgruppe ist, dann solltest du TikTok auch einmal ausprobieren. 

Auf TikTok laden Nutzer kurze Videos hoch, die sie mit Musik unterlegen können und zum Beispiel mit Filtern und ähnlichem versehen können. Aber auch Bilder-Slides werden immer beliebter. Diese sollten mit Text und Musik hinterlegt werden, um Aufmerksamkeit zu erregen.  

Mit „TikTok für Unternehmen“ können verschiedene Funktionen genutzt werden, so zum Beispiel eine Hashtag Challenge oder die kurzzeitige Übernahme durch eine Marke im Rahmen einer einer Brand Takeover. Außerdem lassen sich die Nutzer selbst in die Kampagne einbinden, was zu höherer Interaktion führen kann.  

Und genau damit punktet TikTok: Die Interaktionsraten und die Möglichkeit sich schnell eine große Reichweite aufzubauen sind auf keiner der aktuellen Social Media Plattformen so leicht wie in diesem Netzwerk. 

Ein Manko von TikTok ist, dass immer wieder Datenschutzbedenken gegenüber den Plattformbetreibern geäußert werden und die App relativ weitreichende Rechte auf den Smartphones der Nutzer benötigt. 

Die Qual der Wahl 

Wie du gesehen hast, gibt es eine Unmenge potenzieller Kanäle, auf denen du dein Video verbreiten kannst. Welche davon für dich infrage kommen, hängt in erster Linie von den dort vorhandenen Nutzerstrukturen ab. 

Neben der Zielgruppe ist die gewählte Plattform auch für die technischen Aspekte der zu produzierenden Videos relevant. Außerdem gibt es im Bereich Social Media immer die Unterscheidung zwischen organischen Verbreitungswegen und Paid Content, der gezielt beworben wird.  

Egal, welchen Weg du wählst, gibt es jede Menge Best Practices zu beachten. Eine kurze Google-Suche ist hier dein Freund und auch in unseren anderen Artikeln erfährst du mehr zum Thema Video Content Marketing und Storytelling 

Wichtig ist, dass du dich vorab gründlich informierst und deinen Content auf die Plattformen zurechtschneidest, die du letztendlich verwenden möchtest. 

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